Schlafen Sie gut?

Therapie von Schlaf-Atmungsstörungen

Viele Menschen wachen morgens „wie gerädert“ auf, vielleicht mit trockenem Hals und Kopfschmerzen, der Bettpartner beklagt lautes Schnarchen mit Atempausen. Die Folgen sind Tagesmüdigkeit bis zum Sekundenschlaf und verminderte Konzentrationsfähigkeit. Für Menschen mit Berufen, in denen eine hohe Aufmerksamkeit gefordert ist, kann es dann gefährlich werden.

Was ist Schlaf?

Schlaf ist ein Lebenselexier, so wichtig wie Essen und Trinken. Er erfrischt und gibt uns die Fähigkeit Leistung zu bringen. Schlaf ist ein rhythmisches Erholungsprogramm für Körper und Geist.

In einer Nacht werden 4 – 5 Schlafzyklen durchlaufen, vom Leichtschlaf bis zum Tiefschlaf und dem anschließenden Traumschlaf. Das Absinken in den Tiefschlaf ist für die körperliche Erholung wichtig. Im Traumschlaf (REM Schlaf) bewegen sich die Augen schnell hin und her, der Körper ist entspannt und, um unsere Traumerlebnisse nicht auszuagieren, können wir uns nicht bewegen. Diesen wichtigen Schlaf benötigen wir, um die am Tag erhaltenen Eindrücke verarbeiten zu können. Der Traumschlaf ist für die geistige Regeneration notwendig. Fehlt diese Regeneration dauerhaft, können wir uns Dinge nicht so gut merken und leiden unter Gedächtnisstörungen.

Die einzelnen Schlafphasen dauern ca. 90 Minuten und wiederholen sich mehrmals mit immer länger andauernden Traumschlafphasen in den Morgenstunden.

Was passiert beim Schnarchen?

Während des Schlafens entspannt sich der Körper und auch die Muskelspannung im Rachenraum lässt nach. Durch Vibration der erschlaffenden Rachenmuskulatur und Flattern des Gaumenzäpfens beim Einatmen entsteht das Schnarchgeräusch. Die Lautstärke kann einem vorbeifahrenden LKW entsprechen. Alkohol, Nikotin, Übergewicht und Schlafen in Rückenlage verstärken den Effekt.

Normale Verhältnisse: Der Luftstrom beim Einatmen wird nicht gestört

Schnarchen: Der Unterkiefer sinkt nach hinten und behindert den Luftstrom

Schlafapnoe: Im Schlaf wird der Luftstrom beim Einatmen vollständig unterbrochen

Was ist Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom?

Was passiert aber wenn die Atmung aussetzt? Apnoe kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Windstille“. Wenn sich die oberen Atemwege, durch die zurückfallende Zunge vollständig verschließen, bekommt der Patient keine Luft mehr, obwohl er versucht weiter zu atmen. Das Gehirn registriert diese Luftnot und reagiert so, dass der Patient kurzfristig aufgeweckt wird um weiter zu atmen. Die krankmachenden Atemstillstände dauern 10 – 60 Sekunden, manchmal noch länger, und können sich mehrere 100 Male pro Nacht wiederholen, das heißt, der Patient wird ebenso oft geweckt werden. Die Atemanstrengungen während der gesamten Nacht können krank machen, da die Tiefschlafphasen durch das häufige kurze Erwachen nicht mehr erreicht werden.

Die Folgen sind erhöhte Risiken für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Depression, Libidoverlust.

Zahnärztliche Schlafmedizin

Diese beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Schlaf- Atmungsstörungen. In den USA, Schweden und anderen europäischen Ländern wird seit 20 Jahren erfolgreich mit Zahnschienen therapiert. Klinische Studien und Forschungsergebnisse bestätigen die Wirksamkeit der Schienentherapie. In die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ärztliche Schlafmedizin- und Forschung ist auch die Behandlung mit Unterkiefer-Protrusionschienen für leicht und mittelgradige Schlafapnoen aufgenommen.

In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen auf Schlafmedizin spezialisierten Ärzten können wir in vielen Fällen Patienten mit einer Schienentherapie helfen.

Besonders bei reinen Schnarchern, leichten und moderaten Formen der Schlafapnoe und bei Unverträglichkeiten der Überdruckbeatmung sollte die Schienentherapie generell angewendet werden. Die Überdruckbeatmung ist aber auch der Goldstandard in vielen schweren Fällen, bei sehr übergewichtigen Patienten und denen, die die Beatmungsmaske gut vertragen.

Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie eine Beratung wünschen!

Fragebogen zum Thema Schlafstörungen

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Welche Therapien gibt es?

Der erste Schritt in der Behandlung ist ein Ambulantes Schlafmonitoring, das den Atemfluss, die Schnarchepisoden, die Atemanstrengung über Brust und Bauchgurte und den Sauerstoffgehalt im Blut misst. Dazu überweist der Hausarzt den Patienten zu einem Schlafmediziner, HNO-Arzt, Neurologen oder Pneumologen.
Die Diagnose wird gestellt an Hand der nächtlichen Aufzeichnung des Schlafverhaltens und an Hand der Symptomatik, die der Patient empfindet und angibt. Danach unterscheidet man Primäres Schnarchen, leichte, moderate und schwere Schlafapnoe.

Zahnärztliche Therapie

Wir behandeln in der Regel mit der einzigen zertifizierten SomnoDent Schlafapnoe Schiene (COAT-Continuous Open Air Therapie), die wie eine Spange zur kieferorthopädischen Korrektur von Kinderzähnen im Mund getragen wird. Es wird jeweils eine Schiene auf der oberen und eine auf der unteren Zahnreihe platziert. Mit einem stufenlos verstellbaren Vorschubmechanismus wird der Unterkiefer wenige Millimeter sanft nach vorne bewegt, bis die für den Patienten günstigste Position erreicht wird. Auf diese einfache Weise wird verhindert, dass der Unterkiefer und die Zunge im Schlaf gegen die hintere Rachenwand fallen und den Atemfluss stoppen. Gleichzeitig wird die Rachenmuskulatur gestrafft und gestärkt, so dass in den allermeisten Fällen eine ungehinderte Atmung wieder möglich ist.

Die ersehnte Nachtruhe tritt ein, die Patienten fühlen sich fit, ausgeschlafen und die Lebensqualität steigt. Der Beziehungskiller Schnarchen gehört der Vergangenheit an.

Behandlungsschritte

  • Ausführliche Beratung und Besprechung der ärztlichen Befunde
  • Zahnärztliche Untersuchung der Zähne, Kiefergelenke und der Muskulatur, um die Verträglichkeit für die Schiene festzustellen
  • Abformung beider Kiefer, Registrierung der Kiefergelenke und der Vorschubbewegung, Versand in das Labor zur Herstellung der Schienen
  • Anpassung der Schienen im Mund
  • Einweisung zur Anwendung, Pflege und Titration (Feineinstellung des Schienen-Vorschubs)
  • Titrationsbegleitendes ambulantes nächtliches Screening zur erfolgreichen Einstellung des individuellen Vorschubs des Unterkiefers
  • Überweisung zum Schlafmediziner zur Abschlusspolygraphie.

Ärztliche Therapie

Standardtherapie in der ärztlichen Schlafmedizin zur Behandlung der obstruktiven Atmungsstörung ist die nächtliche Überdruckbeatmung über eine Mund-Nasen-Maske, die in den Schlaflaboren eingeleitet wird. Der Überdruck „schient“ den Rachen pneumatisch, so dass der Atemweg nicht durch die Zunge, Zäpfen und erschlaffendes Gewebe verlegt ist. Auf diese Weise werden die Atemaussetzer erfolgreich behandelt.

Praxis für Zahnheilkunde

Dr. med. dent. Maren Teßmann

Hausdorffstraße 345
53129 Bonn

Telefon 0228 2363-83
Telefax 0228 2363-60

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Praxiszeiten

Montag
13.30 – 18 Uhr
Dienstag
8.30 – 12.30 u. 15 – 20 Uhr
Mittwoch
8.30 – 13.30 Uhr
Donnerstag
8.30 – 13 u. 15 – 18 Uhr
Freitag
8 – 14 Uhr
Oder nach Vereinbarung
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