Ein sauberer Zahn wird selten krank!

Prophylaxe für Kinder

Die Zahngesundheit Ihrer Kinder liegt uns besonders am Herzen. Viele Kinder haben heute kariesfreie Gebisse, weil wir alle gelernt haben, frühzeitig auf die Gesundheit der Zähne zu achten. Aber 15% der Kleinkinder haben schon vor dem dritten Lebensjahr kariöse Zähne. Das muss nicht sein!

Zahngesund von Anfang an

Bevor der erste untere Schneidezahn durchbricht, können Sie Ihr Baby an die kommende Zahnpflege gewöhnen, wenn Sie mit dem Finger oder einer weichen, angefeuchteten Baby­zahnbürste sanft über die zahnlosen Kiefer streichen. Ist der erste Zahn mit ca. sechs Monaten da, beginnt die Zahnpflege einmal am Tag.

Mit einer weichen Zahnbürste oder Wattestäbchen, eventuell auch mit einem linsengroßen Stück Zahnpasta ist das Zähnchen zu putzen. Milchzähne haben in diesem Alter einen weichen, noch nicht ausgereiften Zahnschmelz, der sehr karies­anfällig ist. Mit zwei Jahren hat das Kind 20 Zähne und mindestens jetzt ist zweimaliges, tägliches Zähneputzen angesagt, denn die weiche Nahrung klebt an den Zähnen.

Karies ist ansteckend!

Bei der Entstehung von Karies spielen bestimmte Bakterien eine wichtige Rolle. Diese werden meistens von den Eltern auf die Kinder übertragen. Vermeiden Sie deshalb, den Schnuller oder den Löffel, mit dem Sie Ihr Kind füttern, selbst in den Mund zu nehmen.

Mit drei Jahren ist der Zahnschmelz genügend mineralisiert und nicht mehr so gefährdet wie in den ersten Jahren. Die konsequente Zahnpflege ist und bleibt trotzdem überaus wichtig! Denn befinden sich die Karies-Keime erst einmal in der Mundhöhle, können später im Wechselgebiss auch die bleibenden Zähne Schaden nehmen.

Der erste Zahnarztbesuch

Wir freuen uns, wenn Ihr Kind Sie ab dem ersten Lebensjahr zu Ihren eigenen Kontrollterminen in die Praxis begleitet, wir es kennenlernen und vielleicht schon einmal die Zähne zählen dürfen.

Wenn Ihr Kind drei Jahre alt ist, hat es einen Anspruch auf drei spezielle Früherkennungs-Untersuchungen bis zum sechsten Lebensjahr, im Abstand von mindestens 12 Monaten.

Ernährung

Zucker wirkt wie eine Droge, ist aber auch der Nährstoff für die Bakterien, die ihn (genau wie wir) zur Energie­gewinnung brauchen. Dabei produziert der Bakterien-Stoffwechsel allerdings eine aggressive Säure, die dem Zahnschmelz Mineralien entzieht und dadurch aufweicht.

Hat sich Ihr Kind erst einmal an gesüßte Getränke und Nahrungsmittel gewöhnt, wird es immer öfter danach verlangen. Besser sind deshalb ungesüßte Kräutertees und Wasser gegen den Durst. Süßigkeiten geben Sie lieber zu bestimmten Zeiten, z.B. nach den Mahlzeiten, nach dem Prinzip der „süßen Stunde“ – auf keinen Fall aber über den ganzen Tag verteilt!

Ihr Kind wird länger schöne, gesunde Zähne, auch im Jugend- und Erwachsenenalter, behalten und Ihnen später einmal Ihre Konsequenz danken!

Erst ab dem sechsten Lebensjahr beginnt das offizielle Individual­prophylaxe-Programm (IP) der gesetzlichen Krankenkassen. Diese übernehmen zwei mal im Jahr die Kosten für die Prophylaxe, bis die Kinder 18 sind. Viele Fragen treten schon vor dem sechsten Lebensjahr auf. Einige davon möchten wir an dieser Stelle gerne beantworten.

Individualprophylaxe (IP) für Kinder und Jugendliche

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse umfassen die Altersklasse von sechs bis siebzehn Jahren. Dieses umfangreiche Prophylaxe-Programm möchten wir im Folgenden vorstellen.

IP1: Erstellung des Mundhygiene­status. Die Beläge, die sich auf den Zähnen angeheftet haben, werden dokumentiert und demonstriert. Auch der Entzündungs­grad des Zahnfleisches wird festgestellt. Ziel ist, die Zahnpflege der Kinder zu optimieren.

IP2: Aufklärung des Kindes, ggf. der Eltern. Das bedeutet eine altersgerechte Information im Beisein der Eltern über die richtigen Putztechniken sowie die Basis­prophylaxe mit Fluoriden in Zahnpasta, Speisesalz und Mineral­wässern.
Mit Durchbruch der bleibenden Zähne wird auch schon die Anwendung von Zahnseide und kleinen Zwischen­raumbürsten geübt. Wenn Ihre Kinder eine kiefer­orthopädische Behandlung beginnen, sind diese Hilfsmittel von besonderer Bedeutung, da die Zähne mit aufgeklebten Brackets viel schwieriger zu reinigen sind. Zum Schluss geben wir Hinweise zur gesunden Ernährung.

IP3: entfallen

IP4: Lokale Fluoridierung der bleibenden Zähne. Eine Calcium-Fluorid-Deckschicht bildet sich auf der Oberfläche der Zähne aus. Das wird zweimal im Jahr durchgeführt.

IP5: Fissuren­versiegelung. Die tiefen Rillen und Furchen in den bleibenden Backenzähnen (Fissuren) werden mit einem flüssigen Spezial-Kunststoff versiegelt. Der Zahn ist damit wesentlich besser gegen Karies geschützt.

Aufgepasst: Leider wird die wichtige Fissuren­versiegelung nur für die großen (d.h. die beiden hinteren, als Molaren bezeichneten) Backenzähne von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Möchten Sie auch die kleinen Backenzähne (Prämolaren) Ihres Kindes versiegeln lassen, fragen Sie uns gerne hierzu.

Praxis für Zahnheilkunde

Dr. med. dent. Maren Teßmann

Hausdorffstraße 345
53129 Bonn

Telefon 0228 2363-83
Telefax 0228 2363-60

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